BENEFIZ - Jeder rettet einen Afrikaner

Kömodie von Ingrid Lausund

Inszenierung: Kirsten Ullrich-Klostermann

 

In Ingrid Lausunds bitterböser Komödie probt eine Gruppe Engagierter eine Wohltätigkeitsveranstaltung für ein afrikanisches Schulprojekt. Sie sind nicht prominent - aber überaus motiviert. Es soll darum gehen, Spendenbereitschaft zu wecken. Wie aber funktioniert das: unterhaltsam über Not und Elend in Afrika reden ohne dabei zu stark auf die Tränendrüse zu drücken? Sollte man noch einen „echten“ Afrikaner engagieren, damit die Botschaft authentischer rüberkommt? Wie spricht man korrekt „Hungerkatastrophe“ aus? Natürlich geht es auch um Konkurrenz und Profilierung. Wer steht gerade im Rampenlicht, und wer bekommt warum welche Rede- und Spielanteile? Wo bleibt bei allem Engagement die Kunst - und was macht eigentlich die Palme auf der Probebühne? Die Szene über Solidarität endet wieder mal mit Türenknallen, die selbstgebastelte Palme fliegt doch wieder raus und das afrikanische Volkslied führt nicht nur musikalisch zu Verstimmungen.

Ein Eiertanz zwischen Gutgemeintem und Schlechtgeprobten, ernsthaftem Anliegen und darstellerischen Eitelkeiten, eine Auseinandersetzung über Menschenwürde, Vorurteile, politisch korrekten Verhaltensstrategien und wer zu wenig in die Kaffeekasse eingezahlt hat.

 

 

16. 11. – 19.30 Uhr

25.11. – 18.00 Uhr

 

Im Kühlschiff der Lindenbrauerei  .  Eintritt: 7,- VVK und 9,- AK

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Wechsel-Beziehung . Date sich wer kann….

Wechsel-Beziehung

Date sich wer kann!

Selbst mit Ende zwanzig oder Mitte dreißig weiß der erprobte Single: irgendwann ist für jeden Viertel vor 40! Was also tun?

Möglichst schnell und unkompliziert einen potentiellen Partner treffen! Möglichst reichlich Auswahl an einem Abend! Ein Speed- Dating muss besucht werden. Alle sieben Minuten beim Partnerwechsel die Chance, endlich die große Liebe zu treffen oder wenigstens einen Partner für eine immerhin nicht ganz so einsame Nacht.

Im neuen Stück der Studiobühne Lindenbrauerei überprüfen fünf Männer und sechs Frauen („Frauenüberschuss, wie überall“) ihren persönlichen Marktwert auf dem Jahrmarkt der Eitelkeiten. Stellen ihre vermeintlich besten Seiten und unfreiwillig ihre peinlichsten Macken zur Schau. Laut Werbung von Speed-Dating Agenturen heißt es doch: „Wer einsam ist, ist selber schuld.“

Inszenierung: Kirsten Ullrich-Klostermann

Gespielt von der Studiobühne Lindenbrauerei

Premiere: Freitag, 25. November 2011, 19.30 Uhr

am 15. Januar 2012, 18.00 Uhr

Kühlschiff der Lindenbrauerei

Eintritt: 6,- VVK und 8,- AK

Vorverkauf an den Vorverkaufsstellen der Lindenbrauerei

 

CANDIDE oder...die beste aller möglichen Welten?

Frei nach dem Roman von Voltaire

Studiobühne Lindenbrauerei – Inszenierung: Kirsten Ullrich-Klostermann

 

„Eines Tages wird alles gut sein, das ist unsere Hoffnung. Heute ist alles in Ordnung, das ist unser Illusion.“                                                                                     Voltaire

 

 

Bei Hofe verinnerlicht der junge Candide die Lehre des Hofphilosophen Pangloss, der behauptet, dass diese Welt die beste aller möglichen Welten sei. Als Candide sich in Kunigunde verliebt, wird er aus dem schönen Schloss in Westfalen verbannt.

 

Hier beginnt seine Suche nach dieser bestmöglichen Welt und sie entwickelt sich zu einer gefährlichen und absurden Odyssee, geprägt von Krieg, Mord, Naturkatastrophen, Inquisitionsprozessen, Korruption, Menschenhandel und den unwahrscheinlichsten Zufällen. Gezeichnet vom schlimmsten aller möglichen Leben versucht Candide, seine geliebte Kunigunde wiederzufinden und seinen unerschütterlichen Optimismus beizubehalten.

 

 

Voltaire hat 1759 in seinem satirischen Roman einen Stoff voll boshafter Komik und Spott geschaffen, doch das Lachen darüber ist selbst heute selten nur befreiend. Trotz der vergangenen 250 Jahre hat „Candide“ nicht an Aktualität verloren. Candide und seine Begleiter werden auf ihrer rasanten Reise mit ähnlichen Dingen konfrontiert wie wir in den täglichen Nachrichten. Wenn wir über seine Kunst der Verdrängung lagen, lachen wir in Wahrheit über uns selbst.

 

Premiere: Sonntag, 10. Oktober 2010 . 18.00 Uhr

2. Vorstellung: Sonntag, 7. November 2010 . 18.00 Uhr

im Kühlschiff der Lindenbrauerei

Eintrittspreise. 6,- Euro VVK / 8,- Euro AK 

VVK über die Vorverkaufsstellen der Lindenbrauerei

 

ANSATZWEISE EIN MEHRSITZER

Ein Stück der Studiobühne Lindenbrauerei

Inszenierung: Kirsten Ullrich-Klostermann

 

Eigentlich ist Sitzen kein Problem. Wer sitzt, der bleibt. Man nimmt Platz, um nach einiger Zeit wieder aufzustehen. Sitzt in geselligen Runden meist freiwillig, eher unfreiwillig dagegen im Knast Aber Sitzen hat sich durchgesetzt. Überall. Man setzt unter Druck, wird unter Druck gesetzt, man setzt sich durch, man widersetzt sich oder man wird vielleicht abgesetzt. Ersatz findet sich dann vielleicht auf einer neuen Besetzungsliste. Jedenfalls, wenn man Sitzfleisch hat, vieles aussitzen kann und nicht vorher beigesetzt wird.

Die Studiobühne hat das zunächst sperrige Thema SITZEN von vielen Seiten beleuchtet. Herausgekommen ist dabei ein Stück mit vielen skurrilen, melancholischen und komödiantischen „SITZ!“- Bezügen. Im Ansatz ein Mehrsitzer.

 

Premiere: Sonntag, 29. November 2009, 18.00 Uhr

und Samstag, 12. Dezember 2009, 19.30 Uhr

Kühlschiff der Lindenbrauerei

5,- VVK zzgl. Gebühr / 7,- AK

 

...ene mene meck, und du bist weg!

Ein Stück der Studiobühne Lindenbrauerei

Inszenierung: Kirsten Ullrich-Klostermann

Ein normales Leben, Job, Haus und Familie . Ein schöner Traum, insbesondere, wenn man sich eher in den virtuellen Welten des Netzes auskennt und als Computerfachmann zwar Zugang zu vielen Daten, aber eben weniger zu zwischenmenschlichen Beziehungen hat. Hans-Jörg zählt zu dieser Sorte Weltfremder, nach dem frühen Tod seiner Mutter zog sich sein Vater immer mehr von ihm zurück, lebte nur noch für seine Tauben, und nicht für seinen Sohn. Tauben, die, obschon ihnen alle Freiheit zusteht, immer wieder nach Hause zurückkehren. Diese Tauben bringen Hans-Jörg Jahre später schließlich auf eine wahnwitzige Idee....

Das neue Stück der Studiobühne Lindenbrauerei spielt in einer großen Wohnküche einer großen Wohnung, in der immer mehr schräge Vögel mit ihren Ängsten, Macken und Neurosen aufeinander prallen.

 

zum letzten Mal!!!  08.02.2009  um 18.00 Uhr

im Kühlschiff der Lindenbrauerei

5,- VVK/ 7,- AK  (Vorverkauf an allen bekannten Vorverkaufsstellen der Lindenbrauerei)

 

TaubenSchlag

Seit 1995 erarbeitet die Studiobühne Lindenbrauerei Eigenproduktionen, die auf der Bühne des Kühlschiffes der Lindenbrauerei Unna zur Aufführung gebracht werden. Dabei greift die Gruppe bis auf einige Ausnahmen nicht auf die Dramenliteratur zurück, sondern konzipiert eigene Stücke, die während der Probenphase gemeinsam entwickelt werden. Dieser Arbeitsprozess bietet den Vorteil, dass sich die unterschiedlichen Interessen und Fähigkeiten aller Darsteller in das dramatische Spiel integrieren lassen. Überdies können alle Ensemblemitglieder gemeinsam und gleichwertig an einer Neuproduktion beteiligt sein. Geprobt wird immer donnerstags für drei Stunden im Kühlschiff der Lindenbrauerei. Neben der Arbeit am Stück ist das regelmäßige Training von darstellerischen Grundlagen und Fähigkeiten fester Bestandteil der Probenarbeit. Neben der Arbeit an der laufenden Produktion standen in der Vergangenheit auch kleinere theatralische Aktionen auf dem Programm, wo für diverse Veranstaltungen zu bestimmten Themen Spielszenen und Figuren erarbeitet werden. Viele der ehemaligen und aktuellen Mitglieder haben die hier gemachten Erfahrungen inzwischen auch in ihr Berufsleben oder in andere kulturelle Projekte einbringen können. Einige der ehemaligen Studiobühnen Darsteller sind Ensemble Mitglieder im theater narrenschiff.

Wer Interesse an unserer Arbeit hat, kann gerne mit uns Kontakt aufnehmen

Spielleitung: Kirsten Ullrich-Klostermann

KUKklostermann@aol.com

 

Die Studiobühne Lindenbrauerei ist ein Kooperationsprojekt zwischen dem Kultur- und Kommunikationszentrum Lindenbrauerei e.V., Unna und der Volkshochschule Unna.

 

GEHENBLEIBEN - Ein Stück Welbergen (2007)